Wohnhauserweiterung Nett

Auftraggeber:
privat

Leistungen:
LPH 1-4 HOAI
Bestandsaufnahme
EnEV-Berechnungen
Dampfdiffusionsberechnungen
Energiekonzept

Planung:
ab 08/2012

Realisierung:
verschoben

Daten:
Beheiztes Volumen 706 m³
Gebäudenutzfläche 226 m²

Energiestandard:
KfW Effizienzhaus 70
Primärenergiebedarf 40,3 kWh/m²a
Heizenergiebedarf 52 kWh/m²a

Projektbeteiligte:
keine


 

Ausgangslage:

Die Mutter der Bauherrnfamilie und einzige Bewohnerin des seit der Erbauung 1938 nahezu unveränderten Gebäudes wurde zum Pflegefall. Die Erben beabsichtigen das Zweifamilienhaus zusammen mit ihrem erwachsenen Sohn zu erweitern um ein angemessenes Raumangebot für zwei Familien und die Mutter zu schaffen. Gleichzeitig soll das Gebäude energetisch auf einen zukunftsfähigen Standard gebracht werden.

Konzept:

Wegen des ungünstigen Grundstückszuschnitts ist eine Gebäudeerweiterung nur nach Süden unter Drehung der Firstrichtung möglich. Aufgrund des sehr schmalen Grundstücks müssen die Nachbarn trotz niedrig gehaltenen Traufhöhen teilweise Abstandsflächen übernehmen. Auf einem Kelleranbau wird die Baukörpererweiterung in Holzbauweise ausgeführt. Das Obergeschoß wird wegen der Änderung des Dachstuhls komplett in Holzbauweise erneuert. Die Außenwände des Bestandes werden ebenso wie die Kellerdecke gedämmt. Die Dämmstoffdicken der Gebäudehülle liegen zwischen 20 und 30 cm. Baukörperform und -gestaltung sollen sich auf Wunsch der Auftraggeber eher zurückhaltend in die sehr ländlich geprägte umgebende Bebauung einfügen. Als Materialien sind unbehandeltes Holz für Fenster, Dachstuhl und Fassade vorgesehen, wobei das Erdgeschoß verputzt wird. Auch im Inneren des Gebäudes kommt im Neubauteil viel sichtbar bleibendes unbehandeltes Holz zum Einsatz – angefangen bei der Massivholzdecke bis hin zum Sichtdachstuhl. Die alte Ölheizung wird durch einen Holzpelletskessel ersetzt, der durch eine Solaranlage unterstützt wird. Ferner ist es möglich in beiden Stockwerken Kamin- oder Kachelöfen einzubauen um in der Übergangszeit den Pelletskessel zu schonen.

Sonstiges:

Obwohl von Auftraggeberseite geplant ist beim Bau selbst mit Hand anzulegen, ist die Finanzierung im Augenblick zwar möglich, aber ohne Spielraum. Die Bauherrenfamilie hat deshalb beschlossen mit der Realisierung so lange zu warten bis der Sohn sein Studium abgeschlossen hat und ein zweites Familieneinkommen zur Verfügung steht.


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