Haus Maier

Auftraggeber:
privat

Leistungen:
Bestandsaufnahme
EnEV-Berechnungen
Dampfdiffusionsberechnungen
Energiekonzept
Umbauvorschläge
Gestaltungsberatung
Baubegleitung

Planung:
ab 01/2009

Realisierung:
09/2009 bis 10/2012

Daten:
Beheiztes Volumen 873 m³
Gebäudenutzfläche 329 m²

Energiestandard:
KfW Effizienzhaus 100
Primärenergiebedarf 57 kWh/m²a
Heizwärmebedarf 49 kWh/m²a

Projektbeteiligte:
keine


 

Ausgangslage:

Dieses wunderschöne herrschaftliche Bauernhaus mit separatem Ökonomiegebäude inmitten eines Allgäuer Dorfes sollte den Eltern als Austrag dienen. Bereits vor einigen Jahrzehnten wurde die Hofstelle aus Mangel an Erweiterungsmöglichkeiten aufgegeben. Gott sei Dank blieb der alte Ökonomieteil im wesentlichen unverändert, sodaß dieser eines Tages einer neuen Nutzung zugeführt werden kann. Zunächst aber stand die Sanierung des Wohnhauses an. Dabei sollte das historische äußere Erscheinungsbild möglichst nicht verändert werden. Aber auch im Inneren des Gebäudes befand sich erhaltenswerte Substanz. Also stellte sich einmal mehr die Frage, mit welchen Mitteln es möglich ist ein behagliches Raumklima zu schaffen und dabei auch noch an den Heizenergiekosten zu sparen.

Konzept:

Zunächst wurde festgelegt, daß der Dachraum nicht ausgebaut wird. Trotzdem mußte das Dach saniert werden, blieb aber frei von Gaupen, Dachfenstern usw. Das Hauptgebäude wurde zur Erhaltung des Erscheinungsbildes (Trauf- und Ortgangausbildung, Fensterlaibungen) nicht auf der Außenseite wärmegedämmt, sondern erhielt eine 8 cm dicke Innendämmung. Der später angefügte Wiederkehr konnte außenseitig 14 cm dick gedämmt werden. Kein Problem stellte es bautechnisch dar, in der Deckenkonstruktion zum kalten Dachraum 26 cm Wärmedämmung unter zu bringen. Dagegen konnte der Boden des weitgehend nicht unterkellerten Gebäudes nur mit wenigen cm gedämmt werden. Immerhin reicht das um kalte Füße zu vermeiden. Der Einsatz von 3-fach verglasten Fenstern war obligatorisch. Zusammen mit dem Einbau einer Hackschnitzelheizung im Ökonomiegebäude wurde damit immerhin EnEV-Neubaustandard erreicht. Wenn man bedenkt, daß einige Bauteile nur mit dem konstruktiven Mindestwärmeschutz zur Vermeidung von Tauwasserausfall (Gefahr der Schimmelpilzbildung) versehen werden konnten, ist dies ein beachtlicher Erfolg. Und die Bewohner und die Nachbarn freuen sich über die gelungene Erhaltung eines schönen alten Hauses.

 


verputzt, während das Dachgeschoß mit waagrechten Holzlamellen verkleidet wurde. Die neuen Lärchenholzfenster sind natürlich dreifach verglast. Erhalten werden konnten die herrschaftliche Situation mit der Hauseingangstür sowie der sich darüber erhebende Fassadenerker. Die Raumstruktur im Inneren des Gebäudes konnte weitgehend erhalten werden, sodass keine kostenintensiven Eingriffe in die Statik der Bausubstanz notwendig wurden. Nachdem Brennholz aus dem eigenen Wald zur Verfügung steht wurde ein großer komfortabel zu bedienender Scheitholzkessel mit entsprechendem Speichervolumen und ergänzt durch eine Solaranlage zur sommerlichen Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung eingebaut.

Sonstiges:

Die gesamte Bauherrnfamilie samt Eltern und Geschwister erbrachten ein hohes Maß an Eigenleistung und konnten so das Familienerbe im eigenen Besitz erhalten und im Wert steigern um es auch für zukünftige Generationen weiter nutzbar zu machen.


   
GR EG
Saniert 2Saniert 1 Bestand 1 Saniert 5 Saniert 3