Bauernhausumbau Kennerknecht

Auftraggeber:
privat

Leistungen:
LPH 1-8 HOAI
Bestandsaufnahme
EnEV-Berechnungen
Dampfdiffusionsberechnungen
Energiekonzept

Planung:
ab 10/2009

Realisierung:
03/2010 bis 12/2010

Daten:
Beheiztes Volumen 1044 m³
Gebäudenutzfläche 334 m²

Energiestandard:
KfW Effizienzhaus 85
Primärenergiebedarf 22,6 kWh/m²a
Heizwärmebedarf 51 kWh/m²a

Projektbeteiligte:
keine


 

Ausgangslage:

Nach der Aufgabe der Landwirtschaft stand dieses wunderschöne, große und im Originalzustand erhaltene Bauernhaus aus der Mitte des 19. Jahrhunderts bereits seit vielen Jahren leer bevor ein Enkel der letzten Bewohner zusammen mit seiner Familie Interesse daran bekundete, dieses Gebäude zu erhalten und zu bewohnen. Da wir im gesamten Allgäu als erfahrene Bauernhofspezialisten gelten wurden wir von den Eltern der jungen Bauherrnfamilie als Planer und Berater engagiert. Schnell wurde klar, dass allein die im Wohnteil zur Verfügung stehende Fläche die Bedürfnisse einer Familie bei weitem übersteigt und dass zur Finanzierung auch nur eines ersten Teils des Gesamtkonzeptes vermietbarer Wohnraum geschaffen werden musste. Also galt es zur Erschließung der verschiedenen Geschoße ein neues Treppenhaus einzubauen.

Konzept:

Die Bestandsaufnahme ergab eine grundsolide Bausubstanz vom Keller bis zum Dachstuhl – neben der schieren Größe wenigstens ein Vorteil, sodass im ersten Bauabschnitt zwei Wohnungen im Erd- und Obergeschoß vorgesehen werden konnten. Das Dachgeschoß ist für den späteren Ausbau vorbereitet. Der Blockbau wurde außenseitig mit Zellulose und Holzweichfaser gedämmt und im Erd- und Obergeschoß verputzt, während das Dachgeschoß mit waagrechten Holzlamellen verkleidet wurde. Die neuen Lärchenholzfenster sind natürlich dreifach verglast. Erhalten werden konnten die herrschaftliche Situation mit der Hauseingangstür sowie der sich darüber erhebende Fassadenerker. Die Raumstruktur im Inneren des Gebäudes konnte weitgehend erhalten werden, sodass keine kostenintensiven Eingriffe in die Statik der Bausubstanz notwendig wurden. Nachdem Brennholz aus dem eigenen Wald zur Verfügung steht wurde ein großer komfortabel zu bedienender Scheitholzkessel mit entsprechendem Speichervolumen und ergänzt durch eine Solaranlage zur sommerlichen Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung eingebaut.

Sonstiges:

Die gesamte Bauherrnfamilie samt Eltern und Geschwister erbrachten ein hohes Maß an Eigenleistung und konnten so das Familienerbe im eigenen Besitz erhalten und im Wert steigern um es auch für zukünftige Generationen weiter nutzbar zu machen.


   GR EG Ansicht Ost Ansicht Süd saniert Bestand