Markl-Heller

Auftraggeber:
privat

Leistungen:
LPH 1-9 HOAI
EnEV-Berechnungen
Dampfdiffusionsberechnungen
Energiekonzept

Planung:
Planung 2007

Realisierung:
06/2007 bis 12/2007

Daten:
Beheiztes Volumen 387 m³
Gebäudenutzfläche 124 m²

Energiestandard:
KfW-70
Primärenergiebedarf 34,0 kWh/m²a
Heizwärmebedarf 52,5 kWh/m²a

Projektbeteiligte:
keine


 

Ausgangslage:
Ein idyllisch gelegenes Wochenendhaus im Allgäu. Wann es entstanden ist, weiß keiner mehr so genau. Aber es genießt Bestandsschutz. Aber Wochenendhaus bedeutet auch, daß solch ein Gebäude früher in den seltensten Fällen auch im Winter genutzt wurde. Sprich der Wohnkomfort läßt zu wünschen übrig. Um dieses Gebäude ganzjährig nutzen zu können sollte es von Grund auf erneuert werden. Außerdem sollte etwas mehr Platz geschaffen werden.


Konzept:
Bislang gab es nur eine einzige Wohnebene, denn der Dachraum war nicht ausgebaut und es gab nur einen winzigen von außen zugänglichen Kellerraum. Die Grundfläche durfte nicht vergrößert werden. Also entschied der Bauherr, daß er sich in Eigenleistung wie ein Maulwurf unter das Haus hinein graben wird, was angesichts der Lage auf einem Felsrücken aus Sandstein bestimmt nicht einfach werden würde. Einfacher klang demgegenüber schon der Ausbau des Dachraumes. Ein kleiner Kniestock und ein steiles Dach boten hierfür ganz gute Voraussetzungen. Für den Bauherrn entscheidend war die Frage der Beheizung. Bei der geplanten guten Dämmung der Gebäudehülle hätte ein Passivhaus-Kompaktgerät vielleicht schon ausgereicht, doch aufgrund der Lage auf einem Felsrücken gab es keine Möglichkeit für einen günstigen Erdreichwärmetauscher. So entschied sich der Bauherr für einen Kaminofen mit Wärmetauscher auf der Wohnebene im Erdgeschoß. In einem Technikraum im Untergeschoß war genügend Platz für Speicher, Waschmaschine und Trockner. Über Flächenstrahlheizelemete wird die Wärme in die einzelnen Räume weiter geleitet bzw. auch in den Wohnraum zurück, solange im Speicher genügend Wärmevorrat vorhanden ist. Ergänzt wird diese Anlage durch Solarmodule auf einem Nebengebäude. Im Untergeschoß befindet sich neben dem Schlafzimmer ein Bad und eine Ankleide. Wichtig war dem Bauherrn eine große Garderobe direkt neben dem Eingang. Der Wohnbereich im Erdgeschoß mit kleiner Küchenzeile und Eßplatz ist rein von der Größe her gesehen nicht besonders üppig, wirkt aufgrund der großen Über-Eck-Verglasung allerdings ganz anders. Abgetrennt wurde im Erdgeschoß noch ein Kinder-, Gäste- oder Arbeitszimmer. Unter dem Dach gibt es dann noch über etwas mehr als die Hälfte der Grundfläche eine Wohngalerie als Rückzugsort. Auch hier wurde die Baukonstruktion bis auf den Keller in Holzbauweise erstellt. Es wurden ausschließlich wohngesunde ökologische Bau- und Dämmstoffe (in Außenwand und Dach z.B. 36 cm Hanf) verwendet, die Wände wurden teilweise mit Lehm verputzt, die Holzoberflächen blieben unbehandelt. Natürlich kamen auch hier 3-fach verglaste Lärchenholzfenster passend zur Lärchenverschalung der Fassade zum Einsatz.

Sonstiges:

Ein kleines, aber feines Haus. Und weil es gar so fein ist, wird es inzwischen nicht nur mehr an den Wochenenden bewohnt.


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