Neubau eines Büro- und Produktionsgebäudes im Passivhausstandard

Auftraggeber:
Fa. UWT bzw. Fa. Ambros

Leistungen:
LPH 1-8 HOAI
Bestandsaufnahme
EnEV- und PHPP-Berechnungen
Dampfdiffusionsberechnungen
Energiekonzept

Planung:
ab 05/2008

Realisierung:
08/2008 bis 12/2008

Daten:
Beheiztes Volumen 8448,7 m³
Gebäudenutzfläche 2703,6 m²

Energiestandard:
Passivhausstandard
Primärenergiebedarf xxx kWh/m²a
Heizwärmebedarf 12 kWh/m²a

Projektbeteiligte:
Fa. Ambros (Generalübernehmer)

 

Ausgangslage:

Die Firma UWT ist ein mittelständischer Betrieb, der Füllstandsmeßgeräte für Feststoff-Siloanlagen herstellt. Um den wachsenden Platzbedarf abdecken zu können und für die Zukunft gerüstet zu sein, hat sich die Firma entschieden, ein neues Büro- und Produktionsgebäude zu erstellen. Der im ersten Bauabschnitt ca. 30 m auf 25 m große Neubau bietet im Westen Anschlussmöglichkeiten für zwei zusätzliche Erweiterungs-phasen, sodaß im Endausbau ca. 8.000 m² Fläche entstehen können.


Konzept:

Um von den steigenden Energiepreisen möglichst unabhängig zu sein sollte der 3-geschossige Neubau im Passivhausstandard erstellt werden. Ungewöhnlich dabei ist insbesondere für einen Maschinenbaubetrieb, daß die Geschäftsleitung hier von Anfang an eine Holzkonstruktion im Visier hatte. Das hat sicherlich damit zu tun, daß erst wenige Jahre zuvor auf dem Firmengelände ein Bürogebäude in Holzbauweise errichtet wurde. Im nun geplanten Erweiterungsbau befinden sich im Erdgeschoss und im ersten Stock Flächen für die Montage sowie die Meisterbüros mit dazugehörigen Lager- und Sanitärbereichen. Das zweite Obergeschoss ist als Bürogeschoss für bis zu 40 Mitarbeiter ausgelegt. Den Anschluss an das bestehende Verwaltungsgebäude und die bestehende Montagehalle bildet ein zweigeschossiger Verbindungsbau, in dem Kantine, Gästebereich und Ausstellungsflächen untergebracht sind. Das gesamte Bauwerk ist aus vorgefertigten Holzelementen erstellt worden, die in ein Stahlbeton-Stützenraster hineingehängt wurden. Die Fassadengestaltung lehnt sich auf Wunsch des Bauherrn an das vorhandene Verwaltungsgebäude an und besteht aus farbigen Faserzementplatten. Als Fenster kamen Holz-Alu-Fenster mit einer 3-Scheibenvergla-sung zum Einsatz. Gegen die Überhitzungsgefahr im Sommer haben sämtliche Fenster eine Jalousie, die in die Verglasung integriert ist. Die Beheizung des Gebäudes erfolgt über einen Holzpelletskessels, der seine Wärme über Konvektoren (Montagebereiche) bzw. Fußbodenheizflächen (Büro, Kantine, Ausstellung) in die Räume abgibt. Pro Stockwerk bzw. Nutzungseinheit ist je ein Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung eingebaut worden. Die Rauchabzugsöffnungen im obersten Bürogeschoß dienen auch zur nächtlichen Kaltluftspülung im Sommer. Als letzte Option kann der Bürobereich über die Fußbodenheizflächen und das Grundwasser zusätzlich gekühlt werden.


Sonstiges:

Ein absolut innovativer Ansatz ein Produktions- uns Bürogebäude in Holzbauweise und zudem im Passivhausstandard zu errichten. Den geringen Unterhaltskosten ist es u.a.m zu verdanken daß das inhabergeführte, aber weltweit tätige Unternehmen durch diese auf Expansion ausgelegte Investition nicht in den Sog der Weltfinanzkrise geriet.

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